Ernährung: 10 goldene Regeln

18. November 2019
Equifirst Futter, Pellets, Futtermittel, Fütterung

Equifirst Futter, Pellets, Futtermittel, Fütterung

Einige Regeln für die richtige Fütterung eines Ponys liegen auf der Hand, aber wusstest du zum Beispiel, dass das morgendliche Füttern von Raufutter vor Kraftfutter das Risiko für Magengeschwüre verringert? Es gibt also noch weitere Grundsätze bei der Fütterung, die du beachten solltest. In Zusammenarbeit mit Equifirst Wir geben dir 10 Tipps für die richtige Fütterung deines Welshponys.

1. Gutes und ausreichendes Raufutter

Ein Pony ist von Natur aus 14 bis 16 Stunden am Tag mit Fressen beschäftigt. Sein Verdauungssystem ist auf eine kontinuierliche Zufuhr von ballaststoffreicher Nahrung wie Heu, Trockenfutter und Silage ausgelegt.

Achte daher darauf, dass dein Pony ausreichend Raufutter von guter Qualität erhält. Da die Qualität von Raufutter sehr unterschiedlich sein kann und es manchmal schwierig ist, diese einzuschätzen, kannst du eine Raufutteranalyse durchführen lassen.

So weißt du, was du fütterst. Als Richtwert für die Raufuttermenge gilt etwa 1,5 kg Raufutter pro 100 kg Körpergewicht pro Tag. Ein Welsh-Pony der Klasse A mit einem Gewicht von etwa 200–300 kg sollte dann täglich etwa 3–4,5 kg Raufutter erhalten. Ein Welsh-Pony mit einem Gewicht von etwa 400 kg sollte dann 6 kg erhalten.

2. Frisches Wasser

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Pony jederzeit Zugang zu frischem und sauberem Wasser hat. Sowohl auf der Weide als auch im Stall oder auf dem Paddock muss stets sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen. Pferde trinken täglich etwa 15 bis 30 Liter Wasser. Die Menge hängt stark von der Temperatur und der zu erbringenden Leistung ab. Geben Sie nicht zu viel kaltes Wasser auf einmal und achten Sie im Sommer besonders auf die Wassertemperatur.

3. Schrittweise Umstellung auf die Ration

Jede Umstellung der Futterration eines Ponys muss schrittweise erfolgen. Eine Umstellung des Kraftfutters dauert etwa 7 bis 10 Tage, wobei das alte Kraftfutter langsam abgesetzt und das neue Kraftfutter langsam zugemischt wird.

Informieren Sie sich über das Futter, prüfen Sie Ihre Futterration kritisch, erweitern Sie Ihr Wissen und wenden Sie sich im Zweifelsfall immer an einen Experten

Auch der Wechsel vom Stall auf die Weide oder von der Weide in den Stall sollte schrittweise erfolgen, um Stoffwechselprobleme zu vermeiden. Zudem kann die Verdauung auf einen Wechsel des Raufutters reagieren. Führen Sie daher auch hier einen schrittweisen Übergang vom alten zum neuen Raufutter durch.

4. Kleine Portionen pro Mahlzeit

Ein Pferd hat einen sehr kleinen Magen mit einem Fassungsvermögen von etwa 8 bis 15 Litern, der damit nur 7% des Volumens des Magen-Darm-Trakts ausmacht. Da der Magen so klein ist, ist es besser, das Kraftfutter auf mehrere Portionen über den Tag verteilt zu verabreichen.

Außerdem kannst du die Verdauung verlangsamen, indem du Raufutter und Kraftfutter mischst. Dadurch muss das Pferd intensiver kauen, was der Verdauung zugutekommt.

5. Mehrmals täglich füttern

Ein Pony hat keine Gallenblase, weshalb die Verdauungssäfte kontinuierlich in den Dünndarm gelangen. Um die Verdauung in Gang zu halten, ist es wichtig, häufiger kleine Portionen zu füttern.

Verteilen Sie das Kraftfutter auf 2 bis 4 Portionen pro Tag und lassen Sie das Pferd nicht länger als 6 Stunden mit leerem Magen stehen. Bei Pferden mit Magengeschwüren beträgt diese Zeit sogar maximal 1 Stunde.

Füttern Sie daher mindestens dreimal täglich Raufutter. Versuchen Sie außerdem, einen festen Fütterungsplan einzuhalten.

6. Morgens zuerst Raufutter, erst danach Kraftfutter

Wenn ein Pony nachts kein Heu oder Stroh zur Verfügung hat, ist es am besten, die Verdauung morgens mit Raufutter in Gang zu bringen und erst danach Kraftfutter zu füttern.

Raufutter regt die Speichelbildung stark an und bringt die Verdauung in Gang, wodurch das Kraftfutter besser verdaut wird. Da das Pony nach dem Raufutter weniger Hunger hat, wird es das Kraftfutter auch besser kauen.

Außerdem verringern Sie das Risiko von Magengeschwüren, da Kraftfutter auf nüchternen Magen den Säuregehalt stark senkt.

7. Kein Kraftfutter unmittelbar vor dem Wettkampf

Füttern Sie kurz vor der Arbeit keine großen Mengen Kraftfutter. Geben Sie innerhalb von 3 Stunden vor der Verrichtung schwerer Arbeit kein Kraftfutter mehr. Sie können jedoch vorher noch eine kleine Menge Raufutter füttern.

Mit vollem Magen zu arbeiten ist unangenehm und kann zudem etwa zwei Stunden nach dem Essen zu einem Blutzuckerabfall führen. Dies kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Bei leichter Arbeit in Kombination mit geringen Mengen an Kraftfutter gilt, dass man Kraftfutter am besten nicht innerhalb einer Stunde vor der Arbeit füttern sollte.

8. Sparsam füttern

Seien Sie vorsichtig bei der Fütterung von Zusatzprodukten wie Müsli, Rüben, Äpfeln und anderen Leckereien. Ein Pony profitiert von einer Ration mit möglichst wenigen Schwankungen. Eine konstante, gute und ausgewogene Ration ist am besten. Zusätze und Leckereien können die Futterration stören und dazu führen, dass das Pferd überfüttert wird.

Zusätzliche Mineralstoffe und Vitamine sind unter normalen Umständen nicht erforderlich. Nur in besonderen Fällen kann die Zugabe von Ergänzungsfuttermitteln eine Wirkung zeigen. Achte darauf, dass die Grundlage der Ration stimmt – beginne also mit hochwertigem Raufutter und passe die Menge an Kraftfutter entsprechend an, unter Berücksichtigung der Leistung und der Kondition deines Pferdes. Anschließend kannst du prüfen, welche Ergänzungsmittel dein Pferd benötigt, falls die zusammengestellte Ration einen Mangel aufweist.

9. Gebiss

Eine gute Verdauung beginnt mit einem gesunden Gebiss. Ist das Gebiss eines Ponys nicht in Ordnung, kann dies zu einer verminderten Nährstoffaufnahme führen.

Lassen Sie das Gebiss Ihres Pferdes daher regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, von einem Pferdezahnarzt untersuchen. Vor allem bei älteren Pferden ist die Untersuchung des Gebisses besonders wichtig.

10. Entwurmung

Würmer sind ein bekanntes Problem bei Ponys und können die Gesundheit des Pferdes beeinträchtigen. Ponys mit Würmern können stark abmagern, da die Nahrung nicht mehr richtig aufgenommen wird.

Achte auf eine regelmäßige Entwurmung und wechsle die Entwurmungsmittel ab, um Resistenzen zu vermeiden. Durch eine Kotuntersuchung kannst du feststellen, wie dein Pony am besten entwurmt werden sollte.

Quelle: Equifirst

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