Eine großartige erste Ausgabe der DPC Stallions Night
DPC Stallions Night. Foto: Equigeniek
Wunderschöne Hengste, ein großartiges Programm und ein zahlreiches, begeistertes Publikum. Das waren die Zutaten der allerersten Ausgabe der DPC Stallions Night in der Zilfia’s Hoeve in Houten, die für eine fantastische Atmosphäre sorgten. “Wir wussten nicht, was uns erwarten würde, als wir uns aus dem Fenster lehnten und diese Ponyhengstschau organisierten”, erzählt Lars Pronk, stolzer Vorsitzender der Stiftung Dutch Pony Championship. “Aber was für ein Publikum, was für eine Atmosphäre, was für ein Erfolg – unglaublich!”
Bis spät in die Nacht hatte man am Vorabend mit vielen Helfern und großem Gerät an der Dekoration der Indoor-Reithalle in Houten gearbeitet: Blumenarrangements, Absperrungen, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung – für die atemberaubende Lichtshow von Relight! – und ein riesiges Hintergrundtuch mit zwei Sportpony-Stars.
Auch die Lautsprecher, durch die die musikalische Untermalung und die Texte des Moderators Andries van Daalen gut zur Geltung kamen, fehlten nicht.
Und dann war es halb acht und Zeit, loszulegen. Der Parkplatz war gut gefüllt, ebenso wie das Restaurant Tante Fie, die Bar, die Stehplätze entlang der Bahn… Die Zuschauer standen in dichten Reihen, und Bänke wurden herangerückt, damit auch die hinteren Reihen die Darbietungen der Hengste verfolgen konnten. Die Hip-Hop-Tanzgruppe ‘Are U Kidding’ kam herein gerannt und heizte dem Publikum mit einer mitreißenden Tanzvorführung ordentlich ein.
Tjiësto L.H.
Anschließend bildeten sie eine Ehrengarde für Levi Heusinkveld, Dressurmeisterin der DPC-Meisterschaft 2022, die mit ihrem Pony Tjiësto L.H. den Auftakt machte. Der dunkelbraune Wallach stellte dabei seine wunderschönen Gangarten, seine Haltung, seine Arbeitsbereitschaft und seine Einstellung unter Beweis. Die junge Reiterin teilte mit, dass sie dieses Jahr sehr gerne wieder bei den DPC-Auswahlen dabei sein möchte, unter anderem mit ihrem mittlerweile 6-jährigen Spitzenpferd.
Zügiges Tempo
Anschließend begann die Hengstschau dann erst richtig mit den (zukünftigen) Zuchthengsten. In zügigem Tempo, aber so, dass jeder Hengst ausreichend zur Geltung kommen konnte, wurden die Ponys hereingerufen. Junge Hengste wurden meist an der Hand präsentiert, die Ponys, die im Sport laufen und denen wir oft schon bei den DPC-Auswahlen und dem Finale des letzten Jahres begegnet waren, wurden von ihrem Reiter oder ihrer Reiterin fachkundig vorgestellt.
Sprungbrett
Dass auch niederländische Sportponys springen können, bewiesen Cocacola, Heihoeve’s Berlin und D&R Sportpony’s Ziro La Di. Egal, wie hoch die Hindernisse auch aufgestellt wurden, die Ponys und ihre Reiter ließen sich davon nicht beeindrucken. Ein toller Showauftritt dieser drei Paare!
Inspiration
Mit dem schönen Programmheft in der Hand – das man auf jeden Fall aufbewahren und noch einmal lesen sollte! – und dank der fachkundigen Kommentare genoss das Publikum die Show sichtlich. Liebhaber des Ponysports waren aus Neugierde gekommen und um so viele Hengste wie möglich zu sehen, die als Partner für ihre Zuchtstute in Frage kommen könnten. Züchter aus Belgien hatten eine (einmalige!) zweistündige Anreise auf sich genommen, um sich inspirieren zu lassen.
Vater und Sohn
Apropos weite Reise: Auch der Ponyhengst Hexagon’s Dragonfly, der DPC-Champion 2022 bei den 4-Jährigen, wurde vorgestellt. Er kam aus Schore in Zeeland zusammen mit seinem Vater, Hexagon’s Double Dutch. Ihre festen Trainer Benedek Pachl und Thamar Zweistra lieferten eine großartige Vater-Sohn-Vorführung, bei der deutlich wurde, warum der auffällig gezeichnete junge Fuchs-Hengst ‘Mini-Double-Dutch’ genannt wird.
Farbe
Wir sahen auch auffällige Fellfarben, wie zum Beispiel bei den beiden doppelt verdünnten Hengsten Ducati du Bois (Cremello) und Cream de Luxe DV (Perlino) sowie die beiden falkenfarbenen Brüder Daimu NVF und Golden Star G. Auch die Palomino-Farbe war an diesem Abend gut vertreten. Es gab auch einen gemeinsamen Auftritt von Vater und Sohn, den New-Forest-Hengsten Borgerhof’s Orion und Gulikhoeve’s Menno.
Pas de deux
Claire Vermaes und Pem Verbeek zeigten einen wunderschönen Pas de deux auf dem Hengst Nia Domo’s Bolero und dessen Sohn Dempsey Sam. Eine tolle Leistung der beiden Reiterinnen, die nicht nur die Ponys gekonnt lenkten, sondern auch noch auf die Musik achteten und aufeinander eingingen. Hut ab!
Überwältigt
Und so präsentierten sich an diesem Abend fast vierzig Ponyhengste dem Publikum. Zur Abwechslung war unter den Ponyhengsten auch das Pferd „This is Naqueen“ unter der Reiterin Kim Noordijk zu sehen: der Leistungsspitzenreiter des NRPS und des deutschen Oldenburger Zuchtbuchs, der eine schöne Vorführung bot.
“Wir sind überwältigt vom Erfolg der Show”, so Lars Pronk. “Ein großes Dankeschön an das Publikum, die Hengsthalter, die Freiwilligen und alle Sponsoren! Wir können stolz auf unsere talentierten Hengste hier in den Niederlanden sein. Ich hoffe, dass alle Spaß hatten und sich inspirieren lassen konnten. Auf ein schönes Zucht- und Sportjahr!”
Text: Christine Dijk